Polen - Flüsse, Berge, Seen, Küste



Flüsse, Berge, Seen, Küste, mit all diesen Attributen ist Polen reichlich ausgestattet.

Der größte Fluss in Polen ist die Weichsel mit einer Länge von 1.047 km. Dann folgen die 854 Km lange Oder, die Bug mit 772 km und die Warthe mit 808 km. Die Weichsel und die Oder münden in Pommern in die Ostsee. Weitere bekannte Flüsse in Polen sind die Alle sowie die Angerapp, die über die Pregel ebenfalls in der Ostsee münden. Zu erwähnen ist auch noch die Iser, die über die Elbe in die Nordsee mündet. Die Arwa kommt aus dem Beskiden und mündet über die Waag in die Donau, die anschließend in das Schwarze Meer mündet. Die polnischen Flüsse wurden schon in der frühen Geschichte von Polen maßgeblich für die Schifffahrt genutzt. Die Wikinger nutzen für ihre Raubzüge die Weichsel und die Oder. Ein weiterer großer Fluss ist die Warthe. Die Warthe ist ein Nebenfluss der Oder und entspringt in Schlesien. Die Mündung der Warthe führt bei Küstrin ebenfalls in die Oder. Dort findet man seit dem Jahre 2001 einen beeindruckenden Nationalpark.

Ebenfalls zu den großen Flüssen in Polen ist der Bug. Der Bug bildet die Ostgrenze von Polen und entspringt in der Ukraine. Münden tut er bei Warschau in den Narew, der wiederum nördlich von Warschau in den größten Fluss Polens fließt die Weichsel.

Bei der Aufzählung der Flüsse, Berge, Seen, Küste nehmen die Berge und Gebirge in Polen einen großen Anteil, an einem beeindruckendem Land. Durch das ganze südliche Polen zieht sich der Gebirgszug der Karpaten, der nach den Alpen die mächtigste Bergkette Europas ist. Ihr höchstes Massiv ist die Hohe Tatra, an die sich niedrigere Gebirgszüge mit weniger alpinem Charakter anschließen. Das Karkonosze-Gebirge (Riesengebirge) ist der höchste Gebirgszug der Sudeten. Das Pieniny-Gebirge bildete eine kleine Kette, die für die spektakulären Landschaften des Dunajec Tals bekannt sind.

Auch das Bieszczady-Gebirge mit den benachbarten Niski-Beskiden gehört zu Polens wildester Bergregion. Die Bieszczady (Ostbeskiden) im äußersten Südostzipfel Polens, eine urwaldähnliche Region, gehört zu den Gegenden, die nur selten von Touristen besucht werden und ist daher durch seine Stille besonders reizvoll. Überwiegend flache, lang gestreckte Hänge ziehen sich durch einen großen Teil der Gemeinde von Krosno, entlang der Grenze zur
Slowakei und der Ukraine. Der höchste Berg hier ist der Tarnica (1346m). Die als poloniny bekannten Bergketten mit malerischen Bergwiesen über der Baumgrenze sind ganz typisch für das Bieszczady-Gebirge. Am reizvollsten sind die 1205 Meter hohen Caryńska und Wetliñska.

Der Gebirgszug Beskid Śląski ist nur durch den Fluss Sola vom Beskid Żywiecki getrennt, und auf beiden Gebirgszügen kann man fantastische Wanderungen unternehmen. Die hohen Bergwiesen und herrlichen Bergwälder belohnen den Wanderer mit grandiosen Ausblicken und einer atemberaubenden Natur.

Die absolut größte Gruppe bei der Aufzählung der Flüsse, Berge, Seen, Küste sind die mehr als 10.000 geschlossenen Gewässer innerhalb Polens. Damit zählt Polen zu den seenreichsten Ländern der Welt.

Die zwei größten Seen Polens sind der Spirdingsee sowie der Mauersee. Die beiden Seen gehören zu Polens größten Binnengewässern und liegen in der masurischen Seenplatte. Die masurische Seenplatte ist das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Europas. Diese Landschaft wird wegen ihrer herrlichen Lage auch als „Grüne Lunge“ Polens bezeichnet.

Viele der polnischen Seen sind durch Flüsse und Kanäle miteinander verbunden, wie beispielsweise der Spirdingsee mit dem Nikolaiker See, dem Beldahnsee sowie dem Lucknainer See. Der Sexter See ist über den 1845 gebauten Jeglinner/Wagenauer Kanal mit dem Roschsee verbunden. Bei dem Roschsee handelt es sich um den südlichsten See innerhalb der vier großen masurischen Seen.

Wer sich für Flüsse, Berge, Seen, Küste in Polen interessiert kommt an der masurischen Seenplatte nicht vorbei. Die masurische Seenplatte gehört zweifellos zu den beliebtesten Urlaubsgegenden in Polen. Das vor der Eiszeit geformte Tiefland schließt außer der masurischen Seenplatte, noch die kaschubische Seenplatte, die pommersche Seenplatte und die großpolnische Seenplatte ein.

Nicht so bekannt wie die großen Seen der Masurischen Seenplatte, ist der Lebasee. Er zählt mit zu den größten pommerschen Strandseen. Von der Ostsee wird er durch eine 2,5 km breite sowie 17 km lange Nehrung abgeriegelt. Er gehört heute zu dem Slowinzischen Nationalpark.

Weniger bekannt als seine großen Geschwister ist der Dratzigsee, der im Regierungsbezirk Köslin liegt. Er ist 12 km lang und ungefähr 8 km breit. Die wohl bekannteste Stadt am Dratzigsee ist Tempelburg.

Der Hancza-See der innerhalb der Seenplatte von Wigr liegt, ist der tiefste See von Polen. Er ist in der Nähe der Stadt Suwalki, die im Nordosten von Polen liegt. Viele Wasserfreunde und Taucher kommen hier sehr gerne hin, weil der See sich hervorragend zum Schwimmen und Tauchen eignet.

Der Urlauber der Flüsse, Berge, Seen, Küste als alleinige Kriterien für einen gelungenen Urlaub ansieht hat hier sein Paradies gefunden. Verschwiegene Buchten, spektakuläre Dünenlandschaften, strahlend weißer Sand, so weit das Auge reicht. Die gepflegten Strände sind berühmt für ihren sauberen weißen Sand und das klare Wasser.

Die Ostseeküste Polens erstreckt sich vor der Insel Usedom bis hin zur Frischen Nehrung östlich von Danzig. 524 km strahlend weiße Sandstrände. Touristisches Niemandsland ist die polnische Ostseeküste natürlich schon lange nicht mehr. In den Sommermonaten tobt hier das Strandleben mit all seinen schillernden Facetten, die Badeorte sind voll von Urlaubern. Die polnische Küste beeindruckt mit großer landschaftlicher Vielfalt. Die Küste Pommerns beeindruckt durch einsame Naturparadiese, kleine Fischerdörfer, schilfumstandene Seen hinter den Nehrungen. Verglichen mit der schroffen Steilküstenlandschaft der Insel Wollin wirkt hier alles insgesamt sehr viel ruhiger und sanfter.

Der wohl bekannteste Küstenabschnitt ist bei Swinemünde. Kilometerlange Strände verlaufen entlang der sanft geschwungenen Küste der Grenzinsel Usedom. Hinter einem Dünengürtel zwischen Swinemünde und dem Meer liegt ein bis zu 150 m breiter Küstenstreifen mit feinstem Sand, der dann allmählich ins Meer abfällt. Der Strand von Swinemünde zählt zu den beliebtesten an der polnischen Ostsee.

Ein inzwischen sehr beliebtes Urlaubsgebiet ist die Halbinsel Hel. Auf halber Strecke zwischen den Orten Jastrzebia Gora und Wladylawowo beginnt hinter einem ausgedienten Wehrmachts-Bunker ein Pfad, der sich durch den Wald hinunter an den 25m tiefer liegenden Strand schlängelt. Jedes Jahr arbeiten sich die Naturgewalten weiter in die zerklüftete Steilküste vor. Am Fuß des hohen Kliffs breiten sich weite Strände aus feinem weißem Sand
aus, eingebettet in malerische Buchten. Das Wasser hier ist kühl und klar, am Ufer wuchern schattige Buchenwälder.

Am Strand des Redlowo in der Danziger Bucht findet sich eine faszinierende Naturszenerie. Vor der Kulisse einer dramatischen Steilwand liegt ein schmaler, teils steiniger Sandstreifen.

Flüsse, Berge, Seen, Küste all das ist in Polen an vielen Stellen reichlich vorhanden, so dass jeder Tourist das für ihn geeignet findet.