Warschau - Sehenswürdigkeiten



Die Altstadt von Warschau wurde nach der vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder so originalgetreu aufgebaut, dass die UNESCO das gesamte Stadtviertel zum Weltkulturerbe erklärte.

Der Altstädter Markt mit seinen kleinen Nebenstraßen gehört zu den Sehenswürdigkeiten und ist einer der malerischsten Flecken der Stadt. Die leuchtenden Schirme der Cafés verwandeln den Marktplatz alljährlich in ein buntes Farbenmeer. Das Nationalmuseum mit seinen Filialen im Warschauer Königsschloss, im Lazienki-Palais, im Krolikarnia-Palais und im Palast von Wilanow. Über die Steinerne Treppe, in der nördlichen Ecke des Platzes hinter dem Museum, gelangt man direkt an die Weichsel.

Das Stadtbild von Warschau ist von vielen geschichtsträchtigen Kirchen geprägt. Die Johanneskathedrale, die größte Kirche der Altstadt und zugleich die älteste Warschaus, wurde nach ihrer Zerstörung im letzten Krieg im Stil des 14.Jhs., als „Weichsel-Gotik“ bezeichnet und durch strenge Einfachheit charakterisiert, neu aufgebaut und gehört zu den Sehenswürdigkeiten.

Die nördliche Stadtmauer markiert die Grenze zur alten Neustadt. Über den Marktplatz gelangt man durch eine Seitenstraße, die den Namen Ulica Nowomiejska trägt, zur Barbakane. Die Barbakane ist eine massive Verteidigungsanlage auf einer Brücke oder auch Stadtmauer.

Zu den tragenden Sehenswürdigkeiten in Warschau gehört natürlich das Königsschloss. Es hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert und wurde durch König Sigismund III. in Auftrag gegeben. In den darauffolgenden Jahren gab es zahlreiche Erweiterungen, wie die Renovierung der Wandfassade auf der Weichselseite mit dem Rokokoflügel.

Historisch sehr bedeutend ist der Königsweg, der zwischen dem Königsschloss und der 7km südlich gelegener Vorstadtresidenz Wilanow verläuft. Seinen Anfang nimmt der Königsweg bei der Zygmuntsäule und verbindet von da an, die Altstadt mit dem Palais Lazienki. Insgesamt gehören zum Königsweg drei Straßen.

Der Sächsische Garten wurde von dem sächsisch-polnischen König August II. dem Starken in Auftrag gegeben. Der Garten wurde an der Wende zum 18. Jahrhundert errichtet und schloss sich westlich an das Sächsische Palais an. Am anderen Ende des Gartens fängt das Warschauer Stadtviertel „ Za Zelazna Brama“ an, was soviel bedeutet, wie „Hinter dem Eisernen Tor“.

Dem Muzeum Narodowe mit seiner antiken Kunst und früh-christlichen Ausgrabungsstücken aus dem sudanesischen Faras sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. Dort befinden sich auch Gemälde von Jan Matejko, dem größten polnischen Vertreter der Historienmalerei.

Wer im Sommer im Lyzienki-Park, einer der schönsten Palastanlagen Europas unterwegs ist, sollte an einem Sonntagnachmittag das Chopindenkmal aufsuchen. Bei gutem Wetter finden zu dieser Zeit im Park Klavierkonzerte statt, meist spielen renommierte Pianisten. Den Abschluss bildet eine Bootspartie im Lazienki-Park.

Der Kulturpalast war ein Geschenk der Sowjetunion und heißt heute korrekt Kultur- und Wissenschaftspalast. Galt er zunächst als unbeliebtes Symbol der fast 45 jährigen Unterdrückung durch die Russen, so ist er mittlerweile eine touristische Sehenswürdigkeit. Mit seinen 42 Etagen ist er bisher immer noch der höchste Bau in Polen.

Wer immer noch nicht genug hat, von monumentalen Bauten, sollte dem Palast von Wilanow der seinen Ursprung im Jahre 1677 hat, einen Besuch abstatten. Erbaut wurde er von König Jan III. Sobieski, wurde aber im Laufe der Jahre ständig mit neuen Anbauten erweitert.

Nach der Fülle der historischen Sehenswürdigkeiten, hat Warschau aber auch ein modernes Gesicht. Beeindruckende Einkaufszentren wie das Arkadia am Rondo Radoslawa lassen das Shopping-Herz aufblühen. Neben ca. 200 Geschäften und Gastronomiebetrieben finden sich ein Multiplexkino, medizinische Einrichtungen und eine sehr gute Kinderbetreuung.